Feldtest 2012
Erfolgreicher Feldtest 2012

| Siegerpferd: | Hamira (3.91) |
| Abstammung: | Halvaro-Hollywood |
| Grösse: | 154 cm |
| Exterieur: | 8 |
| Fahren: | 8.57 |
| Reiten: | 8 |
| Total: | 8.2 |
| Besitzer: | Richard Wagner |
Jahresversammlung 2012
4. Jahresversammlung des PferdezuchtvereinsThurgau
Die Mitglieder des Pferdezuchtvereins sind erfolgreich in Sport und Zucht
pb. Der Pferdezuchtverein Thurgau hat ein ruhi-ges Jahr hinter sich, die Vereinsversammlung ging entsprechend zügig über die Runde. Viel zu diskutieren gab hingegen die Informationspolitik des Schweizerischen Freibergerzuchtverbandes SFZV.

Ehrungen von Vereinsmitgliedern
Der Pferdezuchtverein Thurgau – als Nachfolgeorganisation der Pferdezuchtgenossenschaft Thurgau - hat seine vierte Vereinsversammlung zum zweiten Mal in Kirchberg, also im Kanton St. Gallen durchgeführt nachdem es letztes Jahr oberhalb Weinfelden tagte. Dies als Entgegenkommen den Mitgliedern gegenüber, die in diesem Kanton zu Hause sind und beinahe die Hälfte der Mitglieder stellen. Der Verein zählt etwas über 140 Mitglieder aus der ganzen Ostschweiz und zwei Mitglieder aus Deutschland mit Schwergewicht im Thurgau und Kanton St. Gallen.
Pferdeschauen
Auf den Schauplätzen Märwil und Bichwil wurden im September 2011 von den Pferdeschauexperten 61 Freibergerfohlen beurteilt, davon 32 Hengstfohlen. Die Experten konnten 59 Fohlen bewerten und sie lobten die Qualität der aufgeführten Fohlen. Auf beiden Plätzen wurden daneben 67 Freiberger-pferde aufgeführt. Diese teilen sich in folgende Kategorien auf: 6 Hengste, 3 Stuten Kategorie Elite, 11 Stuten Kategorie A, 26 Stuten Kategorie B, 17 Stuten Kategorie C, 3 Stuten Kategorie Basis, 1 Stute Kategorie Register.
Im April fand in Niederbüren ein Feldtest statt. Es wurden 56 dreijährige Pferde (33 Stuten und 23 Wallache) aufgeführt. Alle Pferde haben den Test be-standen.
Sowohl an den Schauen wie auch im Sport waren die Mitglieder mit ihren Pferden erfolgreich. Sie konnten ihre Zuchtstuten neu in der Kategorie A platzieren und/oder an der Schweizer Meisterschaft in Avenches schöne Erfolge im Sport erzielen. Sie wurden an der Jahresversammlung mit einem Flot und einer Plakette geehrt.
Grosses Durcheinander rund um die CLF
Seit die Caroli-Leberfibrose CLF in aller Züchter-munde ist, herrscht ein grosses Durcheinander. Die CLF ist ein Gendefekt, der in rund 25% der Fälle tödlich verläuft. Die Krankheit führt zu einer Degeneration der Lebergefässe und das Tier stirbt durch akutes Leberversagen im ersten Lebensjahr. Alle Fohlen, die diese kritische Zeit überlebt haben und ganz normal gesund aufwachsen, werden auch später nicht daran eingehen. Nach heutigem Wissensstand können sie aber mit rund 50% Wahrscheinlichkeit Trägertiere werden. Die Krankheit kann nur weitervererbt werden, wenn Hengst und Stute Trägertiere sind.
Auch an der Jahresversammlung des Pferdezucht-vereins Thurgau war die CLF ein Thema. Frau Susanne Weisshaupt, Vorstandsmitglied des SFZV, gab eine Uebersicht über die heutige Situation. 2009 wurde eine Vereinbarung zwischen der Veterinärabteilung der Universität Bern und dem Nationalgestüt abgeschlossen. Es ging um die Finanzierung eines Forschungsprojektes. Der Schweiz. Freibergerzuchtverband SFZV war nicht beteiligt. Es wurden damals auch nicht alle Hengste berücksichtigt. Obschon verschiedene Institutionen (Uni Bern, Nationalgestüt und SFZV) in die Problematik involviert sind, klappte die Information überhaupt nicht. Einzelne Institutionen publizierten Teilresultate und verunsicherten nur. Da der Test nur zu 98% sicher ist und das Beispiel des Hengstes „Helix“ zeigt (irrtümlich CLF-Träger gemeldet – aber negativ), dass Fehler vorkommen können, ist eine koordinierte Information unumgänglich. Deshalb entstand ein grosses Durcheinander.
Soviel heute bekannt ist, besitzen nur Abkommen des Hengstes „Elu“ (Hengste wie Stuten) den Gen-defekt, der zur CLT führt. Noch sind nicht alle Resultate bei den bisher noch nicht getesteten Hengsten vorhanden.
Die Geschäftsführerin des Pferdezuchtvereins Gabriela Ochsner informierte auch über die Konse-quenzen bei der Wahl eines Hengstes, der nicht von SFZV anerkannt ist. Nicht nur der SFZV stellt eine Liste „seiner“ Hengste auf, auch der Eidgenössische Verband des reinrassigen Freibergerpferdes (RRFB) bietet den Züchtern Hengste ohne Fremdblut an. Gabriela Ochsner wies aber darauf hin, dass die Fohlen dann nur RRFB- Papiere und keine SFZV-Papiere erhalten können.
Pierre Burkhardt
Zuchterfolge 2011
Zucht- und Sporterfolge 2011
Besitzer von Stuten die neu in der Kategorie A sind:
- Cindy von Hamar,1993 :Hans Huber-Nüssli , Kirchberg
- Evita von Eldorado,2000: Guido Zürcher, Schönholzerswilen
- Florina von Lorentz,1995:Willi Hebeisen, Herdern
- Mara von Eiger,1999:Christian Hofstetter,Braunau
- Seraina von Haddaway,1999:Richard Wagner,Niederbüren
Schweizermeisterschaft Avenches:
- Pius Ledergerber,Gossau:Züchter von Jolene,V:Honoret, im Springen
- Eugen Brunschwiler Rindal:Besitzer von Camara,V: Calif, Ferdinand;V:Calif und Lora;V:Calif im Springen und Gymkhana
- Albert Kuster,Wuppenau:Besitzer v. Samurai, V: Nectar l, im Springen und Züchter von Morena, V: Houcine beim Stutfohlenchampionat
- Rico Weber,Wattwil:Besitzer von Ramzy,V:Radorn und Fahrer von Nino F.W.,V:Neco und NairoH.J.,V: NinoF.W.
- Richard Wagner, Niederbüren: Besitzer von Dimitri,V:Louis, in der Dressur, Everest,V:Elysée, Neptun des Champes,V: Nagano und Nike The Boy,V:Nepal alle im Springen
- Gabriela Ochsner, Andwil: Züchterin von Leandro,V:Lecarlo im Holzrücken und Besitzerin von Erode,V: Eclar im Springen
Agate
Ab 1. Januar 2011: Pferderegistrierung via www.agate.ch
Obligatorische Registrierung in der Tierverkehrsdatenbank TVD
Ab dem 1. Januar 2011 müssen alle Pferde, Ponys, Esel, Maulesel und Maultiere bei der Tierverkehrs-datenbank TVD via www.agate.ch registriert werden.
Eine Massnahme - viele Vorteile:
• Pferdeseuchen effizienter bekämpfen
• moderne Registrierung nach internationalem Stadard
